Rechnung berichtigen – wie geht das?

Ein Schild mit der Aufschrift "Wrong way, go back"

wrong way
Quelle: wallyir / morguefile.com

Für Unternehmen mit IST-Versteuerung, also diejenigen, die Umsatzsteuer nach vereinnahmten und nicht vereinbarten (SOLL-Versteuerung) Umsätzen abführen, ist die Sache nur halb so schlimm. Die Umsatzsteuer der Ausgangsrechnungen werden erst versteuert, wenn das Geld auch gezahlt wird. Bei Eingangsrechnungen wird die Umsatzsteuer jedoch in beiden Fällen erstattet, obwohl eine Zahlung noch nicht geleistet sein muss. Erkannt? Falsche Rechnungen haben also etwas mit der Umsatzsteuer zu tun. In einem solchen Fall muss dann eventuell Umsatzsteuer abgeführt werden (was nicht beabsichtigt und steuerrechtlich falsch ist) oder die Vorsteuer kann nicht erstattet werden. Zumindest der zweite Fall tritt häufig auf, wenn die Rechnung nicht ordnungsgemäß ist (hier gibts eine Erklärung).

Eine Rechnungsberichtigung einer Eingangsrechnung kann man natürlich nicht erzwingen. Es gibt auch Unternehmer, die hier prinzipiell nicht zahlen, da es ja „keine“ Rechnungen sind (Ablage „P“). Ich nehme einmal den Fall an, dass Lieferant und Kunde eine nachhaltige und positive Geschäftsbeziehung führen, die auf Vertrauen und Fairness beruht. Dem Rechnungsaussteller sollte also mitgeteilt werden, dass seine Rechnung nicht ordnungsgemäß ist und berichtigt werden muss. Eine Ausgangsrechnung sollte man natürlich auch im Interesse einer guten Geschäftsbeziehung berichtigen, denn der Geschäftspartner will natürlich die Umsatzsteuer erstattet bekommen. Wie geht man also vor? weiterlesen

Rechnung, Rechnung, Rechnung – wichtig!

Schonmal eine Rechnung geschrieben? Ja? Für wen? Für ein Unternehmen, für eine Privatperson, für ein Unternehmen aus einem EU-Mitgliedsland oder sogar für jemanden aus einem Drittstaat wie den USA oder Russland?

Auch Rechnung schreiben will gelernt sein. Eine falsche Rechnung kann tatsächlich erhebliche Auswirkungen in der Zukunft haben. Es geht im Prinzip um Umsatzsteuer. Eine falsche Rechnung kann dazu führen, dass ein Vorsteuerabzug nicht möglich ist, dass jemand anderes die Umsatzsteuer schuldet, dass sogar die komplette Rechnung nicht nutzbar ist und noch nicht einmal der Betriebsausgabenabzug sichergestellt ist.

Die Rechnung ist in der Welt der Steuern ein kleines Detail, aber dieses Detail ist elementar und vor allem für Existenzgründer ohne Erfahrung immer wieder ein Problem. Vor allem ist auf 2 Dinge zu achten: weiterlesen

Mehrwertsteuer, aber aus dem Ausland

Sie sind Unternehmer und haben im Ausland betriebliche Rechnungen bezahlt? Bestimmt ist Ihnen aufgefallen, dass Sie die ausländische Mehrwertsteuer bezahlt haben. In Deutschland bekommen Sie diese Mehrwertsteuer bei Betriebsausgaben in der Regel als Vorsteuer vom Finanzamt zurückerstattet. Wie verhält sich das mit ausländischer Mehrwertsteuer?

Ähnlich wie in Deutschland müssen Sie einen Antrag auf Erstattung stellen. Hier in Deutschland funktioniert das über die Umsatzsteuervoranmeldungen bzw. die Umsatzsteuererklärung, die Sie (oder Ihr Steuerberater) beim Finanzamt einreichen. Für das Ausland ist das BZSt (Bundeszentralamt für Steuern) zuständig. Das Verfahren nennt sich Vorsteuervergütungsverfahren. Bis zum 30.09. des Folgejahres der angefallenen Mehrwertsteuern hat ein Unternehmer die Möglichkeit, diese zurückerstattet zu bekommen (es gibt aber auch Ausnahmen wie z.B. USt aus Tankquittungen). Hier ein Hinweis: Am 01.10. ist es zu spät! Die 9 Monate sind eine Ausschlussfrist! Danach kann die ausländische Mehrwertsteuer nicht mehr erstattet werden. weiterlesen