Steuerhinterziehung wegen verspäteter Steuererklärung

Hallo? Nur weil man mal zu spät ist? Nein – bei meinen Mandanten ist zumindest noch kein Fall aufgetreten, dass das Finanzamt wegen einer verspäteten Abgabe einer Steuererklärung einen Fall von Steuerhinterziehung gestrickt hat. Dennoch kommt es vor ist und ist auch gesetzlich so vorgesehen. Aber eines muss man sich immer bewusst machen: Auch im Finanzamt sitzen Menschen! Es ist auch immer eine menschliche Entscheidung, ob eine Fristversäumnis als Steuerhinterziehung geahndet wird. Zugegeben – Finanzbeamte müssen eigentlich die Gesetze anwenden. Allerdings hat jedes Gesetz (auch ein Steuergesetz) einen bestimmten Sinn und Zweck – und der ist es bestimmt nicht, steuerehrliche Bürger bei den kleinsten Terminschwierigkeiten wie einen Straftäter zu behandeln. Die Verhältnismäßigkeit wäre dadurch nicht gewährleistet. Wann Sie eventuell gefährdet sein können und wann das Finanzamt großzügig darüber hinwegschaut, werde ich ein wenig – zumindest aus Sicht von außerhalb des Finanzamts – versuchen, darzustellen. weiterlesen

Die Umsatzsteuer bei Forderungsausfall

Üblicherweise wird die Umsatzsteuer spätestens fällig, wenn die Leistung erbracht ist. In der Praxis ist das meistens dann der Fall, wenn auch die Rechnung geschrieben wird (der typische Fall eines Soll-Versteuerers). Ausnahmen gibt es bei Ist-Versteuerern. Hier wird die Umsatzsteuer erst dann fällig, wenn der Kunde die Rechnung auch bezahlt hat. Doch wie verhält es sich, wenn der Kunde einen Teil der Forderung einbehält oder gar nicht zahlt? Die Umsatzsteuer ist in dem typischen Fall der Soll-Versteuerung bereits gezahlt. Im Folgenden werden diese beiden Fälle beschrieben. weiterlesen

Bitcoins und die Steuer

Die Behandlung von Bitcoins aus steuerlicher Sicht ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach. Bitcoins als digitales Geld, welches keinerlei staatlicher Kontrolle unterliegt, ist prinzipiell keine fremde Währung wie Dollar oder Yen. Dementsprechend unterliegt die bilanzielle Behandlung von Bitcoins nicht der gleichen wie ausländischer Währung. Bitcoins ist somit kein Geld, trotzdem es als Zahlungsmittel genutzt wird. Bei Entstehen einer Forderung oder einer Verbindlichkeit werden die Bitcoins lediglich als Tauschobjekt bzw. Rechengröße genutzt. Die Bewertung erfolgt mit einem Gegenwert in Geld, jedoch werden tatsächlich Bitcoins geliefert. Das Kürzel für Bitcoins lautet übrigens BTC. Soweit so gut! Sollte also mit Bitcoins gehandelt werden, ist die Bewertung erst mal klar. Jetzt kommt die Besonderheit. Viele Menschen „minen“ ihre Bitcoins. Das bedeutet, dass sie ihre Bitcoins selbst herstellen – steuerrechtlich ähnlich wie Geld drucken zu behandeln? Oder doch eher „Gold“ schürfen? In den folgenden Abschnitten betrachte ich die Herstellung der Bitcoins aus steuerrechtlicher Sicht und schließe mit der aktuellen Handhabung dieser Sachverhalte durch die Finanzverwaltung auch bezüglich der Konsequenzen für die Umsatzsteuer.

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