neue Grenze bei Minijob und Gleitzone ab 2013 – was sich ändert

Zur Vermeidung von Panik ganz am Anfang der Hinweis: Es gibt eine Übergangfrist der alten Beschäftigungsverhältnisse bis 31.12.2014 – also 2 Jahre! Die neue Grenze für Minijob und Gleitzone wird bei 450 bzw. 850 Euro liegen. Also genau 50 Euro über der alten Regelung. Oftmals wurde die Grenze der Minijob-Regelung um 1 Euro überschritten, um in den Genuss einer gesetzlichen Krankenversicherung zu gelangen. Das hatte zwar Nachteile beim Nettoentgeld aber es bestand Krankenversicherungsschutz. Damit ab dem 01.01.2013 nicht ganz plötzlich alles anders wird, besteht für diese Fälle ein Bestandsschutz. weiterlesen

Gleitzone und 400 Euro Job = mehr Netto vom Brutto?

Haken

abgehakt
Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Wenn ein Arbeitnehmer eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt, das kann auch innerhalb der Gleitzone sein (zwischen 400 und 800 Euro Monatslohn), spricht nichts gegen eine weitere Beschäftigung als sogenannter Minijobber. Demgegenüber führen mehrere Minijobs nebeneinander zu Sozialversicherungspflicht. Die Bedingungen dazu sind auf der Seite der Knappschaft-Bahn-See (Minijobzentrale) sehr gut beschrieben.

Die Vorteile will ich einmal kurz erläutern. Ein Arbeitnehmer A verdient bei einem Arbeitgeber 800,- Euro (Gleitzone), bei einem anderen Arbeitgeber bekommt er noch einmal 400,- Euro. Wenn dieser Arbeitgeber die Pauschalsteuer in Höhe von 2% abführt (das ist üblich), wird der Minijob bei der Berechnung der Einkommensteuer ohne Progressionsvorbehalt gewertet (das bedeutet keine Steuern und keine Steuererklärung). Der Bruder B des Arbeitnehmers A verdient bei seinem Arbeitgeber 1.200 Euro brutto und hat keinen weiteren Nebenjob. Beide habe also als Bruttogehalt insgesamt das gleiche. weiterlesen