Rechnung berichtigen – wie geht das?

Ein Schild mit der Aufschrift "Wrong way, go back"

wrong way
Quelle: wallyir / morguefile.com

Für Unternehmen mit IST-Versteuerung, also diejenigen, die Umsatzsteuer nach vereinnahmten und nicht vereinbarten (SOLL-Versteuerung) Umsätzen abführen, ist die Sache nur halb so schlimm. Die Umsatzsteuer der Ausgangsrechnungen werden erst versteuert, wenn das Geld auch gezahlt wird. Bei Eingangsrechnungen wird die Umsatzsteuer jedoch in beiden Fällen erstattet, obwohl eine Zahlung noch nicht geleistet sein muss. Erkannt? Falsche Rechnungen haben also etwas mit der Umsatzsteuer zu tun. In einem solchen Fall muss dann eventuell Umsatzsteuer abgeführt werden (was nicht beabsichtigt und steuerrechtlich falsch ist) oder die Vorsteuer kann nicht erstattet werden. Zumindest der zweite Fall tritt häufig auf, wenn die Rechnung nicht ordnungsgemäß ist (hier gibts eine Erklärung).

Eine Rechnungsberichtigung einer Eingangsrechnung kann man natürlich nicht erzwingen. Es gibt auch Unternehmer, die hier prinzipiell nicht zahlen, da es ja „keine“ Rechnungen sind (Ablage „P“). Ich nehme einmal den Fall an, dass Lieferant und Kunde eine nachhaltige und positive Geschäftsbeziehung führen, die auf Vertrauen und Fairness beruht. Dem Rechnungsaussteller sollte also mitgeteilt werden, dass seine Rechnung nicht ordnungsgemäß ist und berichtigt werden muss. Eine Ausgangsrechnung sollte man natürlich auch im Interesse einer guten Geschäftsbeziehung berichtigen, denn der Geschäftspartner will natürlich die Umsatzsteuer erstattet bekommen. Wie geht man also vor? weiterlesen