Dienstreisen und Kostendeckelung im neuen Reisekostenrecht ab 2014

Nachdem ich bereits in den ersten beiden Artikeln über das Reisekostenrecht 2014 einen Überblick und eine Erklärung der Tätigkeitsstätte gegeben hatte, kommt hier nun der Fall, dass die Kosten möglicherweise nicht in voller Höhe anerkannt werden. Da das Gesetz ursprünglich etwas anders geplant war, will ich hier gleichzeitig mit Gerüchten aufräumen. Ja! Es gibt eine Kostendeckelung und Nein! Die Kostendeckelung greift nur bei der doppelten Haushaltsführung bzw. bei den Unterkunftskosten an einer anderen als der 1. Tätigkeitsstätte nach 4 Jahren. weiterlesen

Die häufigsten Fehler in der Steuerberaterrechnung

Eine Steuerberaterrechnung ist für viele, die eine solche Dienstleistung noch nie erhalten haben, immer etwas ungewöhnlich. Hier stehen Gebühren nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV – die Steuerberatergebührenverordnung (StBGebV) galt nur bis 2012) mit einem Multiplikator und natürlich der entsprechenden Bezeichnung drauf. Dieser offizielle Anschein hat einen ganz bestimmten Grund. Steuerberater sind über ihre Steuerberaterkammern (die Aufsichtsbehörde) organisiert, die wiederum in ein gesetzliches Gerüst eingebettet sind. Da es sich bei Steuergesetzen um einen wichtigen Beitrag zur Staatsfinanzierung handelt, sollen hierüber auch die Personen, die über diese Gesetze beraten und Auskunft erteilen nur in einem ganz bestimmten „seriösen“ Rahmen tätig werden. Deswegen dürfen prinzipiell nur diejenigen (z.B. Steuerberater), die von den Steuerberaterkammern die Erlaubnis erhalten haben, eine Steuerberatung durchführen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bewertung der Dienstleistung – also die Steuerberaterreechnung. weiterlesen

1. Tätigkeitsstätte im Reisekostenrecht ab 2014

Eine der wesentlichen Neuerungen im Reisekostenrecht ist die erste Tätigkeitsstätte. Ganz grob kann man sagen, sie ersetzt die regelmäßige Arbeitsstätte. Allerdings ist dieser kleine Unterschied zwischen den Worten Arbeitsstätte und Tätigkeitsstätte elementar. Durch diverse Urteile des BFH aufgeschreckt, der mehrmals die Arbeitsstätte als den Ort definiert hatte, wo jemand auch tatsächlich gearbeitet hat, musste der Gesetzgeber etwas ändern, sofern seine Auffassung von Arbeitsstätte eigentlich weiter gehen sollte. Und nun haben wir eine Tätigkeitsstätte. Hier kann man nicht nur arbeiten, hier kann man auch studieren oder sich aus anderen Gründen aufhalten. Noch ein winziges Detail ist neu. Es kann möglich sein, dass man gar keine 1. Tätigkeitsstätte hat. weiterlesen