Die Umsatzsteuer bei Forderungsausfall

Üblicherweise wird die Umsatzsteuer spätestens fällig, wenn die Leistung erbracht ist. In der Praxis ist das meistens dann der Fall, wenn auch die Rechnung geschrieben wird (der typische Fall eines Soll-Versteuerers). Ausnahmen gibt es bei Ist-Versteuerern. Hier wird die Umsatzsteuer erst dann fällig, wenn der Kunde die Rechnung auch bezahlt hat. Doch wie verhält es sich, wenn der Kunde einen Teil der Forderung einbehält oder gar nicht zahlt? Die Umsatzsteuer ist in dem typischen Fall der Soll-Versteuerung bereits gezahlt. Im Folgenden werden diese beiden Fälle beschrieben. weiterlesen

Danke!

Sehr geehrte Leser meines Taxdocs Blog!

Ich sage auf diesem Wege einmal Danke! an alle Leser. Ich habe diesen Blog erstellt, um viele Fragen im Steuerrecht für mich und andere verständlich zu machen, Tipps zu geben oder vor Gefahren zu warnen, die das Steuerrecht zwangsläufig mitbringen kann. Nach nahezu 2 Jahren und über 200.000 Besuchern bin ich selbst etwas sprachlos. Ich habe es offensichtlich geschafft, die steuerrechtlich verkomplizierten Themen tatsächlich auf Deutsch zu verfassen, sodass hoffentlich viele Besucher etwas mehr vom Steuerrecht verstehen als vorher. Ich habe es aber auch geschafft, bestimmte Themen für mich selbst zu erklären, zu recherchieren, zu verstehen. Im Ergebnis bin ich jetzt Steuerberater. 🙂

Vielen Dank also allen Lesern durch das Feedback, die Kommentare oder einfach nur durch ihren Besuch – das hat mich bestärkt und motiviert. In Zukunft wird es wieder regelmäßig Artikel von mir geben. Die harte Prüfungszeit ist vorbei. Das nächste Projekt ist bereits gestartet – meine eigene Existenzgründung – (hier geht’s zum Steuerberater Neumann).

Danke! Johannes Neumann, Steuerberater

Bitcoins und die Steuer

Die Behandlung von Bitcoins aus steuerlicher Sicht ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach. Bitcoins als digitales Geld, welches keinerlei staatlicher Kontrolle unterliegt, ist prinzipiell keine fremde Währung wie Dollar oder Yen. Dementsprechend unterliegt die bilanzielle Behandlung von Bitcoins nicht der gleichen wie ausländischer Währung. Bitcoins ist somit kein Geld, trotzdem es als Zahlungsmittel genutzt wird. Bei Entstehen einer Forderung oder einer Verbindlichkeit werden die Bitcoins lediglich als Tauschobjekt bzw. Rechengröße genutzt. Die Bewertung erfolgt mit einem Gegenwert in Geld, jedoch werden tatsächlich Bitcoins geliefert. Das Kürzel für Bitcoins lautet übrigens BTC. Soweit so gut! Sollte also mit Bitcoins gehandelt werden, ist die Bewertung erst mal klar. Jetzt kommt die Besonderheit. Viele Menschen „minen“ ihre Bitcoins. Das bedeutet, dass sie ihre Bitcoins selbst herstellen – steuerrechtlich ähnlich wie Geld drucken zu behandeln? Oder doch eher „Gold“ schürfen? In den folgenden Abschnitten betrachte ich die Herstellung der Bitcoins aus steuerrechtlicher Sicht und schließe mit der aktuellen Handhabung dieser Sachverhalte durch die Finanzverwaltung auch bezüglich der Konsequenzen für die Umsatzsteuer.

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