Steuerverschwender der Republik vereinigt euch!

Ein Artikel in diesem Jahr soll einmal nicht die Steuern an sich erklären, sondern die Welt drumherum. Üblicherweise betrachte ich nur die Menschen, die die Steuern zahlen. Ein kleiner Teil dieser Menschen, die auch Steuerpflichtige sind, haben jedoch zusätzlich die Verantwortung, diese von ihnen und von anderen gezahlten Steuern auszugeben. Genau! Ich rede von den Volksvertretern – im Allgemeinen als Politiker bekannt. Für Viele von Euch gilt dieser Artikel. (Nicht für Alle – im nicht-steuerrechtlichen Bereich halte ich nicht viel von Pauschalen…) Ein neues Zeitalter hat bereits Eintritt in den Bund der Steuerzahler erhalten. Eine winzig kleine App, mit deren Hilfe Steuerverschwendung publik gemacht wird. Jeden Tag machen sich nun Steuerpflichtige auf die Suche nach Steuerverschwendern und wollen alles öffentlich machen. Es gibt sogar eine Petition für eine Bestrafung der Steuerverschwender. Das würde allen, die gerne fremdes Geld ausgeben und zwei Hände dazu eigentlich nicht reichen, einen offensichtlich häufigen Zeitvertreib mies machen. Ich gebe Euch somit einen Rat, wie Ihr das verhindern könnt, da ich viel Verständnis für Euch habe.

Möglichkeit 1

Werdet Diktator und erstickt diese hinterhältigen Aktionen im Keim. Erfindet Gesetze, verhindert Kommunikation, verschleiert Transparenz und verheimlicht Informationen! Kauft Medien auf und startet eine Schmutzkampagne gegen die, die die Wahrheit ans Licht bringen wollen! Wenn das alles nicht hilft, versteckt Euch oder lenkt ab! Macht ein anderes Fass auf! Ich muss zugeben, diese Möglichkeit hinterlässt einen faden Beigeschmack und vermutlich kommt der eine oder andere Politiker mit seinen Moralvorstellungen spätestens hier in Konflikt. Deswegen habe ich noch eine andere Möglichkeit.

Möglichkeit 2

Nutzt die App zu Eurem eigenen Vorteil. Nichts ist wirkungsvoller als etwas Positives. Offensichtlich ist die App vom Bund der Steuerzahler nicht nur dazu da, um Steuerverschwendung publik zu machen. Es gibt auch die Möglichkeit, besonders sinnvolle, nachhaltige und sparsame Projekte zu veröffentlichen. Denkt somit am besten vorher nach, bevor das Steuergeld ausgegeben wird! Behandelt jede Ausgabe so, als ob es eine Wahlveranstaltung ist! Hängt Euch richtig rein und gebt die Steuern sinnvoll aus! Und dann? Dann macht es publik! Der Lohn wird vermutlich größer sein, als der gehobene Daumen.

Fazit

Ganz klar – „Wo gehobelt wird, da fallen Späne.“ – aber wenn manchmal nicht die Interessen von Einigen, sondern die Interessen Aller (ich meine die Steuerpflichtigen, also auch die Politiker) bei Entscheidungen im Vordergrund stehen, Fehler, die passieren, korrigiert werden und positive Entscheidungen mit sichtbaren wie unsichtbaren Erfolgen publik gemacht werden, dann ist die Forderung nach Strafen für Steuerverschwender bereits obsolet. Aber offensichtlich gibt es regelmäßig die Wahrnehmung unter den Steuerpflichtigen, dass ein Gleichgewicht zwischen sinnvollen und sinnfreien Entscheidungen nicht mehr gegeben ist. (Eigentlich sollen maximal die Späne die Steuerverschwendung darstellen und nicht umgekehrt.) Ich empfehle hiermit eindeutig die 2. Möglichkeit – zum Wohle Aller (also auch der Politiker). 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.