Steuerfreibetrag 2013 – vorher schon an nachher denken

In diesem Artikel werden zwei wichtige Dinge geklärt. Was ist ein Steuerfreibetrag und wem nützt er? Was muss man für 2013 beachten? Mehr nicht! Aber weniger auch nicht. Der persönliche Steuerfreibetrag wurde üblicherweise immer auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Ab 2013 wird in Deutschland ELSTAM eingeführt. Es gibt dann keine Lohnsteuerkarte mehr. Die Steuerfreibeträge werden aber nicht einfach in das elektronische System eingepflegt. Nein, das wäre zu einfach 😉

Der Steuerfreibetrag

Jeder private Steuerpflichtige hat einen Grundfreibetrag von derzeit 8.130 Euro pro Jahr (Achtung – vor dem Jahr 2013 betrug er nur 8.004 Euro). Zusätzlich wird für die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit noch eine Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro angesetzt. Allen Steuerpflichtigen mit höheren Werbungskosten nutzt die Inanspruchnahme des Steuerfreibetrages. Dieser zusätzliche Betrag wirkt wie eine höhere Werbungskostenpauschale und spiegelt die erwarteten höheren Werbungskosten wieder. Ich empfehle auf jeden Fall zwei verschiedene Varianten. Die erste Möglichkeit wäre, diesen Steuerfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte bzw. ab 2013 im elektronischen System ELSTAM einzutragen. Das führt zu einer geringeren Steuerbelastung im Monat und somit einem höherem Netto. Für planbare Werbungskosten wie eine anzusetzende Pendlerpauschale ist und war das ohne weiteres auch für mehrere Jahre möglich. Die andere Variante (wer es mal wieder verpasst hat oder seine Kosten nicht planen konnte) ist die normale Einkommensteuererklärung. Der Effekt ist auf jeden Fall (zumindest nominal) gleich, denn mit der ersten Variante ist man ebenfalls zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Die endgültige Steuerlast ist damit auf jeden Fall gleich.

Der eingetragende Steuerfreibetrag muss natürlich nicht nur aus Werbungskosten bestehen. Es gibt auch andere Möglichkeiten, den Freibetrag höher zu gestalten. Zu nennen sind bspw. Pauschbeträge für behinderte Menschen, erwartete außergewöhliche Belastungen, Verlustvorträge o.ä. vorhersehbare und realistische Beträge.

Änderung des Steuerfreibetrages für 2013

Für alle Steuerpflichtigen, die bereits rege vom Steuerfreibetrag Gebrauch machen, darf natürlich der Hinweis nicht fehlen, dass dieser Steuerfreibetrag in ELSTAM automatisch auf Null gesetzt wird. Da ELSTAM ab 2013 für Arbeitgeber als Ersatz für die Lohnsteuerkarte genutzt wird, sollte man zwingend den Steuerfreibetrag erneut beantragen. Ansonsten gibt es ein böses Erwachen bei der ersten Lohnabrechnung im Jahr 2013. Die monatlichen Abzüge würden sich kurzfristig erhöhen. Der Antrag für den Steuerfreibetrag 2013 kann noch bis 30.November 2013 gestellt werden.

5 Kommentare vorhanden in “Steuerfreibetrag 2013 – vorher schon an nachher denken

    • Es tut mir leid – eine Antwort könnte als Steuerberatung ausgelegt werden. Deswegen darf ich Ihnen lt. Steuerberatungsgesetz keine Antwort geben. Das Finanzamt oder ein Steuerberater kann Ihnen aber bestimmt weiterhelfen. Zeit genug bleibt ja zum Glück. 😉 Einen guten Rutsch wünsche ich…

  1. Pingback: Anonymous

  2. Hallo,
    haben Ausländer, die sich weniger als 183 Tage in Dt. aufhalten, aber Einnahmen in Deutschland erzielen, diesen Freibetrag auch?
    Vielen Dank
    Grüße
    Michael

    • Auch eine Antwort hierauf könnte als Steuerberatung angesehen werden. Ich darf aber keine Steuerberatung durchführen. Es tut mir leid. Ich muss Sie auf einen Steuerberater oder das Finanzamt verweisen. Ich wünsche auch Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr… 😉

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