Rechnung, Rechnung, Rechnung – wichtig!

Schonmal eine Rechnung geschrieben? Ja? Für wen? Für ein Unternehmen, für eine Privatperson, für ein Unternehmen aus einem EU-Mitgliedsland oder sogar für jemanden aus einem Drittstaat wie den USA oder Russland?

Auch Rechnung schreiben will gelernt sein. Eine falsche Rechnung kann tatsächlich erhebliche Auswirkungen in der Zukunft haben. Es geht im Prinzip um Umsatzsteuer. Eine falsche Rechnung kann dazu führen, dass ein Vorsteuerabzug nicht möglich ist, dass jemand anderes die Umsatzsteuer schuldet, dass sogar die komplette Rechnung nicht nutzbar ist und noch nicht einmal der Betriebsausgabenabzug sichergestellt ist.

Die Rechnung ist in der Welt der Steuern ein kleines Detail, aber dieses Detail ist elementar und vor allem für Existenzgründer ohne Erfahrung immer wieder ein Problem. Vor allem ist auf 2 Dinge zu achten:

Geldkartenhaus

Geldkartenhaus
Quelle: Kurt F. Domnik / pixelio.de

1. Richtige Rechnungen schreiben!

2. Richtige Rechnungen bekommen!

Das hört sich jetzt ungewöhnlich an, aber es gibt auf einer Rechnung vorgeschriebene Sachverhalte, ohne die eine Rechnung nicht einmal das Papier wert ist, auf der sie gedruckt ist. (E-Rechnungen bekommen übrigens einen extra Beitrag) In der folgenden Checkliste habe ich die wichtigsten typischen Bestandteile für Rechnungen aufgegliedert. Ein Hinweis gleich hier, bei grenzüberschreitenden Rechnungen oder bestimmten Branchen kommen teilweise weitere, spezielle Vorschriften zum Einsatz.

1. Wer hat eine Lieferung oder Leistung erbracht? (Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers)

2. Wer hat die Lieferung oder Leistung empfangen? (Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers)

3. Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummer

4. Ausstellungdatum der Rechnung sowie

5. Zeitpunkt der Lieferung/Leistung

6. Rechnungsnummer (eine Rechnungsnummer darf nicht zweimal vergeben werden und muss ein bestimmtes System haben, z.B. fortlaufend…)

7. Was wurde geliefert/geleistet (Menge und Bezeichnung der Lieferungsgegenstände, Art und Umfang der Leistung)

8. Einzelpreis mit aufgeschlüsseltem Steuersatz (USt-frei, 7%, 19% oder andere)

9. evtl. im Voraus verhandelte Rabatte o.ä.

10. Gesamtpreis mit aufgeschlüsselter Umsatzsteuer

Diese Angaben müssen auf eine Rechnung bei einem Wert ab 150 Euro. Davor gibt es Erleichterungen. Bei niedrigeren Rechnungsbeträgen können die Angaben

2.; 3.; 6.; 8.; 9.

wegfallen! Die Angaben sind allgemein und gelten für ein typisches Unternehmen. Für eine detaillierten Überblick lohnt der Text des UStG.

Sind diese Informationen zu spät? Hier habe ich eine beispielhafte Berichtigung erklärt. Auf die Besonderheiten bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und entsprechende Rechnungen bin ich hier eingegangen.

3 Kommentare vorhanden in “Rechnung, Rechnung, Rechnung – wichtig!

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