Darf ich vorstellen, „Sportwettensteuer“!

Ja, das ist eine neue Steuer. Seit dem 01.07.2012 gibt es eine Sportwettensteuer. Die beträgt 5% auf den Wetteinsatz und kann in ihrer Auswirkung verglichen werden mit der Umsatzsteuer. Der Wetteinsatz von beispielsweise 10 Euro wird mit 5 % versteuert und damit beträgt der Nettowert des Einsatzes nur noch 9,52 Euro. Der eventuelle Gewinn muss bei der Sportwettensteuer nicht versteuert werden. So weit, so gut, aber:

wie der Gesetzgeber diese Sportwettensteuer einziehen und durchsetzen will, wird bestimmt interessant. Große Anbieter können und werden aus der Illegalität heraustreten und entsprechende Umsätze bzw. die Sportwettensteuer beim Finanzamt anmelden. Ausländische Wettanbieter aus Drittländern (außerhalb der EU) müssen sich jedoch einen steuerlichen Beauftragten suchen um dem Finanzamt im Zweifelsfall einen Steuerschuldner zu bieten. Die Anmeldung der Steuer erfolgt 2 mal im Monat bis spätestens zum 22. bzw. 7. für den ersten und zweiten Teil des Monats.

Fakt ist, per Saldo wird der Endkunde für einen höheren Gewinn auch einen entsprechend höheren Einsatz bieten müssen. Fakt ist auch, Glücksspiel hat einen negativen Erwartungswert, denn letzten Endes will der Unternehmer gewinnen („Die Bank gewinnt immer!“).

Update vom 10.10.2012: Die Zuständigkeit für ausländische Wettanbieter ist endlich geklärt. Das Finanzamt Frankfurt am Main III hat das Rennen für die Meldung der Sportwettensteuer gemacht. Das gilt jedoch nur insoweit, wie sich keine andere Zuständigkeit im Inland ergibt.

Ein Kommentar zu “Darf ich vorstellen, „Sportwettensteuer“!

  1. Halte nicht so viel von der Besteuerung des Einsatzes, eine Besteuerung des Nettogewinns wie beim Glücksspielvertrag in Schleswig-Holstein ist viel sinnvoller…

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